Grenzen überwinden

Unsere ideelle Ausrichtung – Grenzen überwinden, Brücken schlagen – hört sich dieser Tage eher wie Hohn an, denn weder ist das eine leicht, noch wird das andere angeboten, von den einzelnen Ländern nicht, von der EU nicht und von vielen Menschen in den einzelnen Ländern auch nicht. Im Vergleich zu denen, die sowohl der Meinung sind, dass wir die angenommenen 750.000 Flüchtlinge durchaus verkraften können und dementsprechend auch eine echte Willkommenskultur pflegen, sind es zwar nicht die meisten, aber jeder und jede einzelne, der fremdenfeindliche oder gar nationalsozialistische Parolen abfeuert, ist eben dieser oder diese eine zuviel.

Man hätte es vor einigen Wochen oder Monaten ja nicht gedacht, dass es notwendig sein würde, aber nun sollten wir es doch tun:

Wir, das ist die LGBT Community, die sich im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten und vor allem konstantesten Bürgerrechtsbewegung weltweit entwickelt hat, die ihre Forderungen dem Grundgesetz entnimmt, die Würde des Menschen in der Tat für unantastbar hält und dies auch seit vielen Jahen lautstark einfordert.

Es ist nun an uns, deutlich zu machen, dass wir alle nicht, aber auch gar nicht tolerieren, dass fremdenfeindliches oder gar rechtsradikales Geschreie unsere liberale Gesellschaft übertönt.

Also lasst uns auf die Straße gehen und dem leisesten „Ausländer raus!“ entgegentreten, nicht mehr dulden, dass es derartige Ausschreitungen gibt, lasst uns schauen, wo wir helfen können, sei es mit Decken oder Lebensmittel und lasst uns solidarisch sein mit denen, die es derzeit wahrlich schwer haben!

Refugees Welcome!

 

PS: Am 11. Oktober findet in Stuttgart wieder eine sogenannte Demo für alle statt.
Eine Horde besorgter Eltern und angeblicher Christen wollen hier wieder dafür kämpfen, dass alles so bleibt, wie sie es in Ihren zubetonierten Köpfen gerne hätten.